Risiken und Nebenwirkungen einer Haartransplantation

Risiken und Nebenwirkungen einer Haartransplantation

Die signifikante Mehrheit der Haartransplantationen führt zu keinen Risiken, Nebenwirkungen und Komplikationen. Ausgeschlossen werden können sie jedoch nicht. Nach ihrer Häufigkeit des Auftretens lassen sie sich in zwei Kategorien aufteilen. Die eine Kategorie beinhaltet Risiken, Nebenwirkungen oder Komplikationen, die gelegentlich auftreten. Die andere Kategorie beinhaltet solche, die sehr selten auftreten, aber der Vollständigkeit halber aufgeführt werden müssen.

Risiken, Nebenwirkungen und Komplikationen, die gelegentlich auftreten:

Schwellungen an der Stirn treten in einem von fünfzig Fällen auf. Sollten sie auftreten, beginnen sie am zweiten Tag nach der Operation und verschwinden für gewöhnlich nach drei bis vier Tagen. Gelegentlich dehnen sie sich bis zur Nase und den Augen aus. – Leichter „Schock“ (Schütterwerden) der vorhandenen Haare tritt bei einem von hundert Patienten auf. Wenn in der Empfängerzone natives empfindliches Haar existiert, kann der Transplantationsvorgang gelegentlich einen leichten „Schockeffekt“ auf diese Haare haben und sie für ungefähr drei Monate ausfallen lassen. Für gewöhnlich stellt das kein Problem dar, denn bis dahin verdeckt umgebendes Haar den betroffenen Bereich. Wenn jedoch das ausgefallene Haar ohnehin in seinem letzten Lebenszyklus war, kann es auch für immer ausgefallen sein. Es ist wichtig zu wissen, dass die Chirurgie den weiteren Verlust von nativem Haar nichtaufhalten kann. – Vorübergehende Taubheit von Teilen des Kopfes ist ein gewöhnliches Symptom. Zuerst sind Teilbereiche der oberen, hinteren Kopfhaut einige Wochen nach der Operation taub. Das gewohnte Empfinden kehrt jedoch in den nächsten Monaten schrittweise zurück. – Nachoperative Schmerzen oder Kopfschmerzen sind ganz normal. – Gelegentlich und unbedeutend ist ein Jucken im Bereich der neuen Transplantate oder entlang der Spenderzone.

Risiken, Nebenwirkungen und Komplikationen, die nur selten auftreten:

Der Neuwuchs kann in unregelmäßigen Quoten auftreten. Einige Haare sind gröber, feiner, heller oderdunkler gefärbt oder besitzen eine anderer Beschaffenheit als die nativen Haare und wachsen nichthomogen. In den meisten Fällen normalisiert sich das nach einiger Zeit. Es kann jedoch bis zu fünfzehn Monate oder sogar länger dauern, bis die kosmetischen Ergebnisse zufrieden stellend sind. – Die Empfängerzone ist roter, bleicher oder stärker pigmentiert als die restliche Kopfhaut. Die Kopfhaut im Empfängerbereich normalisiert sich in den meisten Fällen schrittweise. – Sehr selten zeigt sich eine Aufwölbung oder Absenkung der Transplantate. Während der Heilung können sich die Transplantate über oder unter das Niveau der umgebenden Haut setzen oder eine unebene Beschaffenheit aufweisen.
Es ist nicht auszuschließen, dass bei Verwendung von Anästhetika oder Medikamenten allergische Reaktionen auftreten können. Für diesen Fall halten wir Medikamente zur sofortigen Behandlung jeder allergischen Reaktion bereit.
Sehr selten kommt es zu Anzeichen von depressiven Verstimmungen, weil der Patient mit einer sofortigen Verbesserung seiner Lebensqualität rechnet, der Neuwuchs allerdings einige Monate auf sich warten lässt.
Infektionen sind aufgrund der guten Blutversorgung sehr selten aber nicht auszuschließen.
Es besteht die Möglichkeit, dass sich unerwünschte Effekte oder Komplikationen zeigen, die derzeit nicht bekannt sind, weil sie noch nie beobachtet wurden.

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